23.06.2026

Der VBe Schreibt:

„Schülerverhalten belastet Lehrkräfte im Unterricht immer mehr!“

Überschrift

 
 

VBE-Landesvorsitzender Franz-Josef Meyer zum Schulbarometer 2026:

-Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen sind die größte berufliche Herausforderung-

„Nach der im Frühjahr 2026 veröffentlichten repräsentativen Befragung von Schülerinnen und Schülern kommen nun Lehrkräfte zu Wort. Während bei den Kindern und Jugendlichen psychische Belastungen im Vordergrund standen, fällt es Lehrkräften laut Umfrage der Robert Bosch Stiftung* immer schwerer, mit dem schwierigen Verhalten von Kindern und Jugendlichen umzugehen. Den Schulen fehlen offenbar Werkzeuge und multiprofessionelle Unterstützung, um adäquat auf diese Entwicklung reagieren zu können", so VBE-Chef Franz-Josef Meyer in der Auswertung des aktuellen Schulbarometers.

Wie in den vergangenen Jahren steht das schwierige Verhalten der Schülerinnen und Schüler an erster Stelle bei der Frage nach den größten Herausforderungen. Der Anteil der Lehrkräfte, die diesen Punkt als ihre größte Herausforderung bezeichnen, steigt an und liegt inzwischen bei 46%. (2024: 35 Prozent). Die häufigsten Verhaltensprobleme zeigen sich im Sozialverhalten und in mangelnder Motivation. Viele wünschen sich daher Fortbildungen zu den Themen psychische Gesundheit und Förderung sozialer Kompetenzen sowie einen Ausbau der multiprofessionelle Teams.

Meyer weiter: „Nach wie vor haben viele Lehrkräfte Vorbehalte gegenüber der inklusiven Beschulung. 74 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen in einer inklusiven Schule nicht die spezielle Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Viele Lehrkräfte fühlen sich im Umgang mit den heterogenen Lernvoraussetzungen überfordert. Besonders häufig erleben Lehrkräfte an Haupt-, Real- und Gesamtschulen Heterogenität als Belastung.“

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz scheint schon gängige Praxis zu sein. Nur noch 10% geben an, KI nie für die berufliche Arbeit zu nutzen. Die Mehrheit der Befragten sieht allerdings neben den Chancen auch negative Auswirkungen bei der Nutzung von KI-Tools - etwa bei den Sprach- und Schreibkompetenzen und der Problemlösefähigkeit.

Meyer abschließend: „Die Ergebnisse der Umfrage zeigen ein alarmierendes Maß an Verunsicherung im Umgang mit politischen Meinungen in der Schule. 18 Prozent der Lehrkräfte fühlen sich durch ein vermeintliches Neutralitätsgebot in ihrem pädagogischen Handeln eingeschränkt und 27 Prozent glauben, die eigene politische Haltung grundsätzlich nicht äußern zu dürfen. Klar muss sein: Der Beutelsbacher Konsens** verlangt kein Neutralitätsgebot, sondern den aktiven Schutz der Demokratie. Dies bedeutet, dass Lehrkräfte verpflichtet sind, sich demokratiefeindlichen Entwicklungen in Schulen entgegenzustellen!"

*www.deutsches-schulportal.de **www.lpb-bw.de/beutelsbacher-konsens

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