18.02.2026

VBE-Landesvorsitzender Franz-Josef Meyer zum Start von Chatbot telli in Niedersachsen:

„Schul-Chatbot telli startet nun auch in Niedersachsen!“

- VBE begrüßt Einsatz von telli im Unterricht, fordert aber verpflichtende KI-Fortbildung -

 
 

„Nun ist telli auch in Niedersachsen angekommen. Nachdem andere Bundesländer schon mit dem Chatbot telli gestartet sind, zieht Niedersachsen nun nach. Damit steht allen Schulen landesweit ab sofort eine datenschutzkonforme und für den Unterricht optimierte KI-Anwendung zur Verfügung. Mit dem Start von telli muss aber auch eine begleitende Fortbildung für alle Lehrkräfte verbunden sein“, so Meyer zum Start von telli in Niedersachsen.

Zur Einführung von telli fordert Kultusministerin Julia Willie Hamburg die Schulen auf, junge Menschen zu befähigen "KI kritisch, reflektiert und kompetent zu nutzen". Genau das ist mit telli aus zwei Gründen möglich: Es ist datenschutzkonform aufgestellt und speziell für den Unterricht programmiert. Als KI-gestütztes System unterliegt telli der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz und verpflichtet Betreiber solcher Systeme das Nutzende über die erforderlichen Kompetenzen im Umgang mit KI verfügen. In Niedersachsen wird telli über das Medienregal der "Niedersächsischen Bildungscloud" (NBC) bereitgestellt.

Henning Wolf, Schulleiter einer IGS und Mitglied im VBE-Landesvorstand kennt telli aus Bremen und hat bisher gute Erfahrungen gemacht:
„Telli ist eine sehr gute Idee. Ein Chatbot, der datenschutzkonform, modern - ChatGPT 5 basiert - und landesweit gemeinsam ausgerollt wird, macht Hoffnung, dass auch Schulen zeitnah in das digitale Jahrtausend eintauchen. Es gibt einige Punkte, die uns als Lehrkräfte besonders interessieren dürften. Eine Kernfrage wird sein, wie gut das hinterlegte KI-Modell ist. Ist die Informationsbasis so groß und aktuell, dass gute Ergebnisse generiert werden?"

Telli ist Teil eines länderübergreifenden Projektes. Der Chatbot ist speziell für den schulischen Einsatz konzipiert und an verschiedene Sprachmodelle angebunden. Alle Systeme werden auf Servern innerhalb der EU betreiben, Nutzungsdaten werden nicht weitergegeben.
Die Nutzung ist datenschutzkonform und unterscheidet sich darin von kommerziellen Chatbots.
Telli verspricht, dass es SchülerInnen bei den Hausaufgaben unterstützen kann, dass Lernzettel erstellt werden können und dass bei der Recherche geholfen wird. Für Lehrkräfte soll telli die Unterrichtsvorbereitung unterstützen. Die Erfahrungen der Pilotschulen in Niedersachsen jedenfalls sind positiv.

Henning Wolf abschließend: „Eine Verpflichtung zur Fortbildung im Umgang mit KI erscheint sinnvoll. Ein einmaliger Moodlekurs ist aber für Lehrkräfte zu oberflächlich und für Schüler*innen wenig ansprechend. Missbrauch und unreflektierte Nutzung von KI werden auch mit telli nicht weniger. Adäquater Umgang muss gelernt werden. Dafür müssen Lehrkräfte umfangreich geschult werden!"

© Verband Bildung und Erziehung | Landesverband Niedersachsen | Raffaelstraße 4 | 30177 Hannover

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